Berlin

Vom 13. – 18. Feb bin ich dort und freue mich. Auf die Stadt, auf die Treffen mit Bekannten und Kakao und die Lesung am 15.. Wird spannend. Falle du Lust auf ein Treffen hast, melde dich einfach. Und Erinnerungen kommen mit Neugier, was es an den einzelnen Orten Neues gibt, Lebendigkeit spüren.

Hier die Tage.

Angekommen. Die Bahn war so nett, mir eine Stunde Fahrzeit mehr zu schenken. Bahnhof, Bus, Dönner. Das Eingewöhnen ging schnell. Die neue Lesebrille ist auch schon gefunden. Bleibt noch die Entscheidung, ob ich die Couch ausziehe oder mich so darauf lege. Dem Bettzeug ist es egal. Termine für die nächsten Tage sind gemacht, offen ist der 17. für den Dreh mit dem ARD.

14. Erstaunt bemerke ich viele gestresste Menschen unterwegs. Ist es das Wetter in der Stadt oder sehe ich es, weil ich schon ein halbes Jahr keine Berliner mehr sah? Bin gerade im Bikini-Haus und staune über die Veränderungen. Viele Plätze laden zum Verweilen ein mit gastronomischen Angeboten dezent im Hintergrund, sie übernehmen jetzt die Mehrheit hier. Futtern genießen statt Shoppen – ist da Zukunft zu spüren? Die Energie ist hier ganz anders als draußen, ich entspanne, sitze und schreibe. Und schlendere weiter. Später, in der Sonne stehen und warten: Ein junger Mann kommt auf mich zu und fragt, ob er ein Foto von mir machen darf. Ja klar, wir lächeln. Die Begegnungen heute: Angenehm frisch, kurz und klar. Freude. Ich spüre Lebendigkeit. Danke.

15. Das Wetter berlinwintertypisch grau, kalter Wind. Der Bummel durch Prenzlberg reduziert sich auf den kürzesten Weg. Kakao im Café. Meine Aufmerksamkeit gilt dem Gegenüber und er berichtet von seinen Änderungsideen. Toll, sie gehen Richtung WinWinWin. Und jetzt Schreiben im Lehmbrucks bei Kakao und Bribrötchen mit Feigensenf. Erinnerungen tauchen auf, das wLan klappt mit dem bekannten Passwort und es gibt neue Stühle. Und dann die Lesung, spüre Erregung. Und eine weitere Anspannung, die ich nicht zuordnen kann. Die Abend war gut, die Anwesenden offen und neugierig. Zwei Stunden gingen schnell vorbei und die kurzen Gespräche danach zeigen, meine Impulse berühren. Herzlichen Dank an das tolle Team und die Gäste.

16. Heute drei Einladungen, zweimal gibt es Suppe und einmal einen Kakao mit Muffin in einem Café, in dem wir schon sehr sehr oft saßen und in den Gesprächspausen durch die riesige Glaswand den Menschen draußen zuschauten. Die Sonne machte die Bilder leicht und farbig.

17. Drehtag mit dem ARD für einen Bericht zu Minimalismus. Grau und kalt das Wetter. Szenen, Interview und Ort wechselten. Die Menschen waren sehr freundlich und es klappte alles gut. Und dann kurz vor Schluss zeigte sich mein Frühstück vom Mittwoch wieder mit den gefüllten Pfefferschoten. Waren wohl unverdaulich und mir klar, was ich als Anspannung die letzten Tage spürte. Liege nach einer weiteren Besprechung total erschöpft und schlafe mit Unterbrechungen bin in den nächsten Morgen.

18. Fahre einen Zug früher und knappere ein paar Dinge neben dem Saft. Der Himmel wird auf dem Weg nach Westen immer blauer. Tut mir gut. Eine ruhige, angenehme Fahrt. Und dann beim Aussteigen ein junger Mann: Sind sie der Autor …? Er macht ein Selfie mit mir und freut sich.

Und jetzt einfach nur ruhen und mich auf mein Müsli morgen freuen.